Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises

Industrie 4.0

Industrie 4.0 = Ausbildung 4.0 (IA 4.0)

Zum Beginn des Schuljahres 2017/2018 werden eine Vielzahl von Schülerinnen und Schüler, zusammen mit ihren unterrichtenden Lehrkräften, die Räumlichkeiten des neu errichteten B-Gebäudes beziehen. Sowohl die Auszubildenden in der dualen Berufsausbildung in den Berufsfeldern Metalltechnik, Elektrotechnik, Mechatronik und IT-Technik sowie die Studierenden der Fachschule für Technik in den Schwerpunkten Elektrotechnik und Maschinentechnik werden die Werkstätten, Labore und die Unterrichts- und Lernzonen nutzen können.


Damit ist der erste Abschnitt umfangreicher Baumaßnahmen an den Gewerblichen Schulen des Lahn-Dill-Kreises abgeschlossen. Die Errichtung eines weiteren neuen Gebäudes sowie die Komplettsanierung der Bestandsgebäude werden weitere Bauabschnitte sein.
Neben diesen baulichen Grundlagen ist es für eine moderne, gewerblich-technische Berufsschule von enormer Bedeutung, eine dem Stand der Technik entsprechende und darüber hinaus eine in die Zukunft gerichtete technische Ausstattung vorzuhalten. Für die Berufsschule ist es eine Verpflichtung, technologische Neuerungen frühzeitig aufzunehmen und die künftigen Fachkräfte hierauf bestmöglich vorzubereiten. Damit soll die Beschäftigungsfähigkeit der Facharbeiter und Techniker in der heimischen Region gefördert und gesichert werden. Von besonderer Bedeutung wird zukünftig die zunehmende Digitalisierung von Produktionsprozessen in den Betrieben sein. Hieraus leitet sich für die Berufsschule die Zukunftsaufgabe ab, den komplexen Industrie 4.0-Gedanken praxisnah und auf schülermotivierendem Niveau, d.h. didaktisch sinnvoll reduziert und verständlich zu vermitteln.
Im Rahmen der Kooperation der Gewerblichen Schulen Dillenburg mit den Ausbildungspartnern in der Region wird zur Erfüllung dieser Aufgabe das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0 = Ausbildung 4.0“ (IA4.0) umgesetzt. Die gemeinsame Zielsetzung der regionalen Bildungspartner für die kommenden Jahre wird in einer noch stärkeren Vernetzung und in der Fortführung gemeinsamer Projekte münden, um eine praxisnahe und auch innovative Ausbildung zu sichern.
Diese praxisnahe Umsetzung zielt darauf ab, das abstrakte Konzept - Industrie 4.0 - verständlich durch ein geeignetes Unterrichtskonzept der Lehrkräfte zu vermitteln und durch die entsprechende Ausstattung zu unterstützen.
In folgenden Schulformen und Bildungsgängen kann die Lernfabrik 4.0 zum Einsatz kommen: Fachschule für Technik in den Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinentechnik und in der Berufsschule mit den Berufen Elektroniker für Automatisierungstechnik, Elektroniker für Betriebstechnik, Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Informatikkaufmann, Fachinformatiker für Systemintegration, Mechatroniker und Industriemechaniker.
Der Industrie 4.0 – Grundgedanke wird zukünftig handlungsleitend für alle industriellen Metall- und Elektroberufe sein.

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