Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises

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Aktuelles der Gewerblichen Schulen Dillenburg

Kooperation der Firma Herborner Pumpentechnik und der Fachschule für Technik-Maschinentechnik

Herborner Unternehmen hat den Erweiterungsbau mit angehenden Maschinenbautechnikern am PC konstruiert

Bericht in der Dill-Zeitung vom 8. April 2020 und auf mittelhessen.de

Pumpenfabrik

Virtueller Einblick in das neue Gebäude des Modellbaus und Modelllagers von "Herborner Pumpen". Computeranimation: Herborner Pumpentechnik

HERBORN (cw). Die „Herborner Pumpen“ planen eine Halle für Modellbau und Modelllager, haben die Planungen zusammen mit vier angehenden Maschinenbautechnikern der Gewerblichen Schulen Dillenburg am PC erstellt. Als Eckdaten nennt der Technische Leiter Sascha Korupp eine Fertigstellung Ende 2022 und ein Kostenvolumen von insgesamt rund drei Millionen Euro.

Pumpenfabrik1

Die Herborner Pumpenfabrik will expandieren: Geschäftsführer Wolfram Kuhn (rechts) und Technischer Leiter Sascha Korupp (links) mit (von links) Manuel Schipporeit, Eduard Magdinez, Ronney Bsdurrek und Leo Spät von den Gewerblichen Schulen Dillenburg am Standort des geplanten Gebäudes in der Littau gegenüber vom Herborner Bahnhof. Foto: Herborner Pumpentechnik

Für das Projekt will das im Jahr 1874 von Johann Heinrich Hoffmann gegründete Traditionsunternehmen zusätzliche Fläche im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs erwerben. Korupp erwartet den Abschluss des Geländekaufes „Anfang 2021“.

Unter der Führung des Technischen Leiters hat das Unternehmen eine zukunftsfähige Planung für die Erneuerung des Modellbaus bei gleichzeitig verbesserter Anbindung an die Gießerei und neue Flächen für die Modelllagerung erstellt. Korupp hat zusammen mit den angehenden Maschinenbautechnikern Ronney Bsdurrek, Eduard Magdinez, Manuel Schipporeit und Leo Spät eine virtualisierte Planung für die Nutzung der neuen Flächen vorgenommen. Dies bildete gleichzeitig ihr Abschlussprojekt.

Unbenannt3Nach einer Analyse der Stoff- und Wertströme innerhalb der Gießerei und des Modellbaus wurde die Planung gestartet. Neben dem Grundaufbau der neuen Halle an dem zuvor erdachten Standort wurde auch der gesamte Innenausbau geplant. Dort mussten die Büroräume, der Zerspanungsraum sowie der industrielle 3D-Sanddruck und mehrere Handarbeitsbereiche verteilt werden. Der 3D-Sanddruck stellt nach eigener Aussage eine gute Möglichkeit für die Pumpenfabrik dar, Prototypen, kundenindividuelle Teile und Kleinserien wirtschaftlich herzustellen. Für eine Optimierung der Gießereiabläufe wurde ebenfalls eine Lagersystemplanung vorgenommen, um die Gussmodelle optimal zu lagern und effizienter in den Gießereiprozess zu integrieren.

Für die Planung wurden modernste Software-Programme eingesetzt, und es entstand eine komplette virtuelle Realität des neuen Modellbaus, die mittels Virtual-Reality-Headset erlebbar wird. So kann der gesamte Modellbau realistisch simuliert werden und macht eine maßstabsgetreue virtuelle Begehung möglich.

Das in einem halben Jahr erfolgreich abgeschlossene Projekt nennt das Traditionsunternehmen „ein Paradebeispiel für die Kooperation regionaler Unternehmen und Bildungseinrichtungen. In solchen Projekten entstehen Win-win-Situationen für alle Beteiligten“.

2021 Geländekauf und 2022 Bau der neuen Halle

Sascha Korupp redet nach dem Erwerb der Fläche vor dem Unternehmen in Richtung Bahnhof in der Littau, wo die Stadt derzeit die neue Straße baue, von „weitergehenden Planungen“ und einem realistischen Baustart Anfang 2022 sowie einer Fertigstellung Ende 2022.

„Für die reine Gebäudetechnik sprechen wir von circa zwei Millionen Euro, einzuplanende Maschinen und Anlagen werden sicherlich eine weitere Million Euro kosten“, sagt der Technische Leiter.

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