Gewerbliche Schulen des Lahn-Dill-Kreises

BS für Jugendliche aus der Werkstatt für behinderte Menschen

Werkstatt für behinderte Menschen - WfbM

„Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“
(Konfuzius, 5. Jahrhundert vor Christus)


Berufsschulunterricht für Jugendliche aus den Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM).

In Kooperation mit der Lebenshilfe findet für Jugendliche aus der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) für die Dauer von zwei Schuljahren Berufsschulunterricht statt. Momentan werden folgende Schwerpunkte/Berufsfelder angeboten:

  • Holztechnik
  • Ernährung und Hauswirtschaft
  • Metalltechnik

Der Unterricht wird lebensnah in gut ausgestatteten Holz- und Metallwerkstätten, bzw. in einer gut sortierten Küche an realen Objekten gestaltet und dient als Hilfestellung für den Übergang der Jugendlichen in die Arbeitswelt.

Neue praktische Erfahrungen und Eindrücke sollen den Schülerinnen und Schülern in ihrer eigenen beruflichen Orientierung weiterhelfen und eine vertiefende Sicht in die eigenen Stärken und Fähigkeiten vermitteln.

Abteilungsleitung:

Lehrerteam:

  • Holger Biek (Organisation)
  • Julia Pradel (Organisation, Ernährung und Hauswirtschaft)
  • Albrecht Birkenfeld (Holztechnik)
  • Jörg Dippel (Holztechnik)
  • Verena Ebener (Ernährung und Hauswirtschaft)
  • Dirk Pipping (Metalltechnik)
  • Armin Beermann (Ernährung und Hauswirtschaft)
Klassen Berufsschultage Schwerpunkt/Berufsfeld
11WB03 Montag Metalltechnik
11WE03 Dienstag Ernährung und Hauswirtschaft
11WC03 Mittwoch Holztechnik
11WD03 Donnerstag Holztechnik
11WA03 Freitag Metalltechnik

Weiterführendes Integrationsprojekt 

Integration praktisch umgesetzt – Gewerbliche Schulen Dillenburg und Lebenshilfe Flammersbach beschreiten erfolgreich neue Wege

Im Rahmen der Ausbildung zum Fertigungsmechaniker bereiten die angehenden Facharbeiter im ersten ihrer drei Ausbildungsjahre im berufsbezogenen Unterricht Lernstationen für die Lerngebiete der Montage- und Fügetechniken vor. Diese Lernstationen sind so aufgebaut, dass die Schüler ein Teilgebiet der Fügetechniken, wie z.B. Schrauben- oder Klebeverbindungen, inhaltlich von Seiten der Theorie als auch praktisch bearbeiten. Als Handlungsprodukte entstehen Lernhilfen (Handouts) für die jeweiligen Mitschüler, Präsentationen und einfache praktische Handlungsaufgaben und Übungen.

Betreut werden die Schüler von Andreas Franz, Koordinator der Berufsgruppe Fertigungsmechaniker, und Fachlehrer Michael Ladendorf.

Das sind alltägliche Arbeitsaufträge im Unterricht der Berufsschule. Das Besondere ist jedoch, dass die Schüler ihre Handlungsprodukte so aufbereiten, dass junge Menschen mit Behinderung, die in den Dillenburger Werkstätten beschäftigt sind damit arbeiten können.

Dieser Ansatz wurde in den letzten Jahren mit der Werkstatt in Flammersbach durch Frau Beata Knoll, Betreuerin im Berufsbildungsbereich und Herrn Franz entwickelt.

Auslöser hierfür war eine Anfrage der Flammersbacher Lebenshilfe. Die dort betreuten jungen Menschen mit Behinderung nehmen an einer zweijährigen Maßnahme zur beruflichen Bildung teil. Ziel der Maßnahme ist unter anderem die Eingliederungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt zur verbessern.

Ein Baustein dieses Angebotes ist die Montagetechnik. Zunächst setzten sich Schule und Lebenshilfe zusammen und erarbeiteten ein Einstiegskonzept für die Arbeit in den Werkstätten der Lebenshilfe. Das Ziel war die fachlichen Inhalte soweit didaktisch zu reduzieren, dass die jungen Menschen mit Behinderung diese Anforderungen erfüllen können.

Schon dieser erste Ansatz zeigte eine gute Verknüpfung der fachlich-didaktischen Kompetenz der Schule auf der einen und der sozialpädagogischen Kompetenz der Lebenshilfe auf der anderen Seite. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich die Idee, ein Konzept für die gemeinsame Arbeit mit Auszubildenden und Menschen mit Behinderung zu gestalten und beide Seiten ganzheitlich davon profitieren zu lassen.

So kommt es seit Sommer 2013 regelmäßig zu gemeinsamen Unterrichtssequenzen an den Gewerblichen Schulen. Die Auszubildenden tragen im Beisein der Menschen mit Behinderung kleinere Präsentationen zum fachlichen Thema, die zuvor im Unterricht vorbereitet wurden, vor. Im Anschluss erfolgt die Umsetzung der Theorie in die Praxis. Unter Anleitung und Hilfestellung der Berufsschüler wenden die Menschen mit Behinderung das Gesehene und Gelernte ganz konkret bei kleineren praktischen Übungen an. Die praktischen Übungen werden im fachpraktischen Unterricht der Berufsschule vorbereitet bzw. unter tatkräftiger Mithilfe der Ausbildungsbetriebe erstellt.

Rasch fallen eventuell bestehende Hemmschwellen und besonders in den Praxisphasen werden soziale Kontakte geknüpft. Die Berufsschüler entwickeln ein hohes Maß an Empathie und die Jugendlichen mit Behinderung lernen unbekümmert. Der Lernzuwachs ist somit für alle sowohl auf fachlicher als auch auf sozialer Ebene zu verzeichnen.

Dieser integrative Ansatz soll an den Gewerblichen Schulen zu einem Angebot zur Inklusion von Menschen mit Behinderung erweitert werden.

Auszubildende und junge Menschen mit Behinderung sagen gleichermaßen: „Das hat Spaß gemacht, das hat etwas gebracht!“ Die Einschätzung der Teilnehmer bestätigt damit den Wert dieses neuen und etwas anderen Ansatzes des beruflichen Lernens. Auch die Betreuer sind sich in ihrer Bewertung einig: „Das müssen wir weiter fortführen. Wann können wir wieder zu euch an die Schule kommen?“

Betreut werden die Schüler von Andreas Franz, Koordinator der Berufsgruppe Fertigungsmechaniker, und Fachlehrer Michael Ladendorf.

Das sind alltägliche Arbeitsaufträge im Unterricht der Berufsschule. Das Besondere ist jedoch, dass die Schüler ihre Handlungsprodukte so aufbereiten, dass junge Menschen mit Behinderung, die in den Dillenburger Werkstätten beschäftigt sind damit arbeiten können.

Dieser Ansatz wurde in den letzten Jahren mit der Werkstatt in Flammersbach durch Frau Beata Knoll, Betreuerin im Berufsbildungsbereich und Herrn Franz entwickelt.

Auslöser hierfür war eine Anfrage der Flammersbacher Lebenshilfe. Die dort betreuten jungen Menschen mit Behinderung nehmen an einer zweijährigen Maßnahme zur beruflichen Bildung teil. Ziel der Maßnahme ist unter anderem die Eingliederungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt zur verbessern.

Ein Baustein dieses Angebotes ist die Montagetechnik. Zunächst setzten sich Schule und Lebenshilfe zusammen und erarbeiteten ein Einstiegskonzept für die Arbeit in den Werkstätten der Lebenshilfe. Das Ziel war die fachlichen Inhalte soweit didaktisch zu reduzieren, dass die jungen Menschen mit Behinderung diese Anforderungen erfüllen können.

Schon dieser erste Ansatz zeigte eine gute Verknüpfung der fachlich-didaktischen Kompetenz der Schule auf der einen und der sozialpädagogischen Kompetenz der Lebenshilfe auf der anderen Seite. Aus dieser Zusammenarbeit entwickelte sich die Idee, ein Konzept für die gemeinsame Arbeit mit Auszubildenden und Menschen mit Behinderung zu gestalten und beide Seiten ganzheitlich davon profitieren zu lassen.

So kommt es seit Sommer 2013 regelmäßig zu gemeinsamen Unterrichtssequenzen an den Gewerblichen Schulen. Die Auszubildenden tragen im Beisein der Menschen mit Behinderung kleinere Präsentationen zum fachlichen Thema, die zuvor im Unterricht vorbereitet wurden, vor. Im Anschluss erfolgt die Umsetzung der Theorie in die Praxis. Unter Anleitung und Hilfestellung der Berufsschüler wenden die Menschen mit Behinderung das Gesehene und Gelernte ganz konkret bei kleineren praktischen Übungen an. Die praktischen Übungen werden im fachpraktischen Unterricht der Berufsschule vorbereitet bzw. unter tatkräftiger Mithilfe der Ausbildungsbetriebe erstellt.

Rasch fallen eventuell bestehende Hemmschwellen und besonders in den Praxisphasen werden soziale Kontakte geknüpft. Die Berufsschüler entwickeln ein hohes Maß an Empathie und die Jugendlichen mit Behinderung lernen unbekümmert. Der Lernzuwachs ist somit für alle sowohl auf fachlicher als auch auf sozialer Ebene zu verzeichnen.

Dieser integrative Ansatz soll an den Gewerblichen Schulen zu einem Angebot zur Inklusion von Menschen mit Behinderung erweitert werden.

Auszubildende und junge Menschen mit Behinderung sagen gleichermaßen: „Das hat Spaß gemacht, das hat etwas gebracht!“ Die Einschätzung der Teilnehmer bestätigt damit den Wert dieses neuen und etwas anderen Ansatzes des beruflichen Lernens. Auch die Betreuer sind sich in ihrer Bewertung einig: „Das müssen wir weiter fortführen. Wann können wir wieder zu euch an die Schule kommen?“

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