Zum Hauptinhalt springen

Schulleben

Feierliche Verabschiedung der angehenden Erzieherinnen und Erzieher

veröffentlicht: 24. Juni 2026

Zeugnisübergabe, Bestenehrungen und bewegende Rückblicke an der Fachschule für Sozialwesen

Mit einer festlichen Abschlussfeier verabschiedete die Fachschule für Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik, ihre Absolventinnen und Absolventen des schulischen Ausbildungsabschnitts in einen neuen Lebensabschnitt. In feierlichem Rahmen erhielten die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ihre Zeugnisse und wurden von Lehrkräften, Familienangehörigen sowie Wegbegleitern für ihre Leistungen und ihr Engagement gewürdigt.

Die Veranstaltung war geprägt von bewegenden Reden, persönlichen Erinnerungen und vielen Momenten der Wertschätzung. Sowohl die Abteilungsleiterin Frau Bangert als auch die Klassenlehrkräfte Herr Dobrick und Frau Dehmer blickten auf die vergangenen Ausbildungsjahre zurück und ließen die gemeinsame Zeit Revue passieren. Die Studierenden Lara Theis, Dilshan Yilderim und Charlotte Sollich hielten anschauliche Reden über die gemeinsamen zwei Jahre in der Fachschule.

Ein Weg von persönlicher Entwicklung und gemeinsamen Erfahrungen

In ihrer Ansprache erinnerten die Klassenlehrkräfte daran, wie aus einer großen Lerngruppe im Verlauf der Ausbildung zwei Klassen entstanden waren. Dieser Neuanfang habe die Studierenden vor neue Herausforderungen gestellt, aber auch zahlreiche Chancen eröffnet.

„Sie haben Konflikte gelöst, Freundschaften geschlossen, Enttäuschungen erlebt, Vertrauen aufgebaut und immer wieder reflektiert und sich ausgetauscht“, betonten die Lehrkräfte. Durch Biografiearbeit, gruppendynamische Spiele, Videoprojekte und zahlreiche gemeinsame Erfahrungen seien die Studierenden sowohl fachlich als auch persönlich gewachsen.

Während der Ausbildung hätten sich die angehenden Fachkräfte intensiv mit Themen wie Ko-Konstruktion, Diversität, Inklusion und den Querschnittsaufgaben der pädagogischen Arbeit auseinandergesetzt. Auch der Hessische Bildungs- und Erziehungsplan habe die Klassen über mehrere Jahre hinweg begleitet. Verschiedene pädagogische Handlungskonzepte wie die Reggio-Pädagogik, der Situationsansatz oder die Waldpädagogik seien kennengelernt und kritisch reflektiert worden.

Besondere Erinnerungen verbanden die Absolventinnen und Absolventen zudem mit Studienfahrten, Mentoringgesprächen und Fortbildungen zu gesellschaftlich relevanten Themen wie z,B. „KI und Demokratie“.

Ein Höhepunkt sei darüber hinaus der Europatag in der Stadt gewesen, an dem die Studierenden gemeinsam mit mehr als 300 Kindern Kinderrechte durch zahlreiche Mitmachaktionen erlebbar machten.

Studierende danken ihren Lehrkräften

Auch die Studierenden nutzten die Feier, um auf ihre Ausbildungszeit zurückzublicken. In ihren Redebeiträgen erinnerten sie an intensive Lernphasen, gemeinsame Herausforderungen und viele besondere Erlebnisse, die sie als Gruppe zusammengeschweißt hätten.

Besonders hervorgehoben wurden die Unterstützung und Begleitung durch die Lehrkräfte, die die Studierenden nicht nur fachlich, sondern auch persönlich auf ihrem Weg begleitet hätten. Mit herzlichen Worten bedankten sie sich für das Vertrauen, die Geduld und die Motivation während der vergangenen Jahre.

Pädagogik spielerisch erklärt

Für besondere Begeisterung sorgte ein von den Lehrkräften vorbereitetes „Tabu-Spiel“, das zentrale Inhalte der Ausbildung auf kreative Weise aufgriff. Begriffe und Themen aus dem Fachschulalltag mussten erraten werden, was bei den Gästen für zahlreiche Lacher sorgte.

Auch das in der Ausbildung häufig verwendete „Formblatt F“ sowie das pädagogische Konzept der Ko-Konstruktion wurden auf unterhaltsame Weise erklärt und in Erinnerung gerufen.

Blick in den Spiegel: Die wichtigste Ressource in der pädagogischen Arbeit

Ein Motiv der Feier war die Aufforderung der Lehrkräfte, immer wieder „in den Spiegel zu schauen“. Dahinter verbarg sich eine zentrale Botschaft für den weiteren Berufsweg:

„Ihr selbst seid das wichtigste Werkzeug in eurer sozialpädagogischen Praxis.“

Reflexion, professionelle Haltung und lebenslanges Lernen seien wesentliche Grundlagen erfolgreicher pädagogischer Arbeit. Die Absolventinnen und Absolventen wurden ermutigt, sich ihrer Wirkung bewusst zu bleiben, ihre Haltung zu reflektieren und offen für neue Entwicklungen zu sein.

Bestenehrungen für herausragende Leistungen

Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Jahrgangsbesten. Für ihre außergewöhnlichen schulischen Leistungen wurden Lara Theis und Annika Reitz aus der Klasse von Frau Dehmer (02SB24)  mit der Traumnote 1,0 ausgezeichnet. In der zweiten Klasse erhielt Saskia von der Schoor für ihren hervorragenden Abschluss mit der Note 1,3 besondere Anerkennung.

Unter großem Applaus nahmen die Geehrten ihre Auszeichnungen entgegen. Die Lehrkräfte würdigten nicht nur die hervorragenden Ergebnisse, sondern auch das Engagement, die Ausdauer und die persönliche Entwicklung der Absolventinnen und Absolventen.

Weiße Rosen und symbolische Wegbegleiter

Zum Abschluss erhielten alle Absolventinnen und Absolventen neben ihren Zeugnissen eine weiße Rose sowie kleine symbolische Geschenke, die sie auf ihrem weiteren Weg begleiten sollen.

Ein Puzzleteil erinnerte daran, dass jede und jeder den Jahrgang auf einzigartige Weise bereichert und ergänzt hat.

Etwas pädagogischer Glitzer stand für die vielen Momente, in denen trotz Herausforderungen etwas Besonderes entstehen kann.

Eine Murmel symbolisierte die Bedeutung von Biografiearbeit, die Bedürfnisse von Kindern und sollte zugleich als kleiner Mutmacher für schwierige Situationen dienen.

Ein Schlüssel schließlich erinnerte an die zahlreichen Schlüsselkompetenzen, die während der Ausbildung erworben wurden.

In ihren Abschiedsworten gaben die Klassenlehrkräfte den Absolventinnen und Absolventen folgende Wünsche mit auf den Weg:

„Wir wünschen Euch ein bisschen Glitzer für den Alltag, ein paar Seifenblasen für die Leichtigkeit, Mut für neue Wege und eine klare Haltung für Eure pädagogische Arbeit. Schaut immer wieder in den Spiegel – denn Ihr selbst seid das wichtigste Werkzeug in Eurer sozialpädagogischen Praxis.“

Aufbruch ins Anerkennungsjahr

Die Lehrkräfte machten deutlich, dass der Schulabschluss zwar ein bedeutender Meilenstein sei, der eigentliche Lernprozess jedoch weitergehe. Eine erfahrene Pädagogin habe dies einmal treffend beschrieben: „Der Abschluss ist wie der Führerschein – fahren lernen geht dann erst richtig los.“

Mit diesen Worten verabschiedeten Frau Dehmer und Herr Dobrick die Absolventinnen und Absolventen in das bevorstehende Anerkennungsjahr. Sie wünschten ihnen Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Freude an ihrem Beruf und viele bereichernde Erfahrungen auf ihrem weiteren Weg.

Beim anschließenden Sektempfang bot sich Gelegenheit für Gespräche, Erinnerungsfotos und persönliche Begegnungen. In entspannter Atmosphäre wurde gemeinsam auf die vergangenen Jahre zurückgeblickt und voller Zuversicht auf die kommenden Herausforderungen angestoßen.

So endete eine bewegende Abschlussfeier, die deutlich machte: Die Absolventinnen und Absolventen verlassen die Fachschule nicht nur mit einem Zeugnis, sondern mit einem reichen Schatz an Erfahrungen, Kompetenzen und gemeinsamen Erinnerungen.

Folgt uns für mehr auf Social Media