Schulleben
38 Techniker am Ziel: Abschlussfeier in Dillenburg würdigt Ausdauer und Leistung

Zwischen Stolz und Wehmut: Absolventen meistern den Spagat zwischen Beruf, Familie und Weiterbildung
Ein bedeutender Meilenstein ist erreicht: Nach zwei beziehungsweise vier intensiven Ausbildungsjahren erhielten 38 Absolventinnen und Absolventen der Fachschule für Technik an den Gewerblichen Schulen Dillenburg feierlich ihre Abschlusszeugnisse.
Durch die Veranstaltung führte Andreas Franz, stellvertretender Abteilungsleiter der Fachschule, der die Gäste sowie die Familien und Freunde der Absolventen herzlich begrüßte. In einer persönlichen Ansprache betonte Schulleiterin Astrid John die besondere Bedeutung dieses Tages. Es sei ein Moment des Stolzes und der Freude, aber auch der Wehmut. Sie würdigte die Leistungen der Absolventen, die neben Beruf und Familie große Herausforderungen gemeistert hätten, und lobte insbesondere deren Durchhaltevermögen und technische Leidenschaft. Gleichzeitig dankte sie auch den Partnern, Familien und Freunden für ihre Unterstützung und ermutigte die Absolventen, in einer sich stetig wandelnden Welt mutig neue Wege zu gehen.
Im Anschluss sorgte Abteilungsleiter der Fachschule für Technik, Bruno Weihrauch, mit einer unterhaltsamen und zugleich eindrucksvollen Rede für Aufmerksamkeit. Mit einem augenzwinkernden Blick aus der Physik berechnete er die „Energie“, die notwendig gewesen sei, um den Technikerabschluss zu erreichen – umgerechnet entspreche dies etwa 74 Tafeln Schokolade oder rund 300 Weizenbieren.
Nach den Reden der Semestersprecher der Klassen 04TM22 und 02TN24, die auf die gemeinsame Zeit zurückblickten, folgte der Höhepunkt der Veranstaltung: die Übergabe der Abschlusszeugnisse durch die Klassenlehrer.
Besondere Anerkennung erhielten anschließend die besten Absolventen der einzelnen Semester für ihre herausragenden Leistungen. Zu den Jahrgangsbesten zählen Georg Maximilian (Note 1,5), Selina Diehl (1,8), Tim Schaumann (1,8) sowie Lukas Hoffmann (1,2). Auch zusätzliche Qualifikationen wurden gewürdigt: Den Ausbilderschein erwarben Georg Maximilian und Leon Moos jeweils mit der Note 2.
Ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung des Rudolf-Loh-Preises, der in diesem Jahr bereits zum elften Mal vergeben wurde. Der Preis, gestiftet anlässlich des 100. Geburtstags des Unternehmensgründers von Hailo und Rittal, zeichnet besonders innovative technische Abschlussprojekte aus.
Sebastian Loh, Enkel von Rudolf Loh, übernahm die Preisverleihung und hob in seiner Ansprache die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten hervor. Die Auswahl sei der Jury nicht leicht gefallen. Schließlich überzeugte das Projekt „Entwicklung und Konstruktion eines Prüfgerätes zur automatisierten Belegungsprüfung“ für die Firma Cloos. Die Auszeichnung ging an Leon Moos, Anna Müller und Lukas Hofmann.
Die Fachschule für Technik in Dillenburg bietet die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker in den Fachrichtungen Allgemeiner Maschinenbau, Elektrotechnik und Technische Betriebswirtschaft an. Voraussetzung ist eine abgeschlossene Berufsausbildung. Die Weiterbildung kann entweder in Vollzeit über zwei Jahre oder berufsbegleitend über vier Jahre absolviert werden.
Mit ihrem Abschluss haben die Absolventinnen und Absolventen nun einen wichtigen Schritt für ihre berufliche Zukunft gemacht – und bewiesen, dass sich Ausdauer und Engagement auszahlen.




















