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Studierende der FST stellen Projekte vor (01.02.2010) Drucken

Techniker als Problemlöser

Studierende der Technikerschule arbeiten für heimische Betriebe

 

Die ganze Mann klein.JPG

Am vergangenen Samstag (30.01.2010) lud die Dillen-

burger Technikerschule Betriebe zur Präsentation

der Ausbildungsprojekte

ihrer Studierenden ein.

Dieses Treffen ist so etwas

wie der hohe Festtag der Technikerausbildung.

Willi Hehrmann, Torsten

Reh und Jörg Müller als projektbetreuende Lehrer konnten sechs gelungene Projektaufgaben bewerten.

 

Die angehenden Elektrotechniker haben für heimische Betriebe Problemstellungen gelöst. Dabei galt es, die in den 4 Jahren Ausbildung erworbene technische und auch persönliche Kompetenz zu zeigen. Julian Fieweger, einer der Studierenden: „Die Projekte waren sehr lehrreich, aber wir haben auch viele Nerven gelassen. Deshalb gilt unser erster Dank unseren Angehörigen die uns immer unterstützt haben“.

 

Die Projektarbeit hat für die Technikerausbildung eine wichtige Bedeutung: Betriebliche Problemstellungen sollen so gut gelöst werden, dass sie in die Produktionsanlagen der Betriebe anschließend eingebaut werden oder sie sollen wichtige Entwicklungserkenntnisse liefern.

 

In den Projekten sollte auch „Zukunftsmusik“ gespielt werden: So hat eine Gruppe die Steuerung und Bedienungselemente für eine Stromtanksäule in Zusammenarbeit mit den Firma Rittal entwickelt. Diese Tankstellensäule ist für Elektrofahrzeuge gedacht und soll in Zukunft z.B. an Einkaufszentren oder Parkhäusern aufgestellt werden. Programmierung des Kartenlesers, Handhabung der Bedienelemente, Steuerung der elektrotechnischen Abläufe waren Aufgabenstellungen die von der Gruppe hervorragend gelöst wurden.

 

Eine andere Projektgruppe hat für die Isabellenhütte eine Verpackungsstation für elektronische Bauelemente entwickelt. Die streichholzkopfgroßen Widerstände werden jetzt auf Gurtbänder aufgebracht, um dann z.B. beim Hersteller von KFZ – Bremsen in ein ABS – System eingebaut zu werden. Die Anlage verpackt für die Isabellenhütte inzwischen in jeder Sekunde 4 Widerstände.

 

In Zusammenarbeit mit der Firma Sell wurde in einer Studie ein Prototyp für eine graphische Bedienoberfläche von Flugzeugküchen entwickelt. Herdtemepratur, Kaffeemaschine und ander Küchenelemente des Flugzeugs soll über ein Touchpanel bedient werden. Dazu musste in so mancher Arbeitsstunde eine eigene flugzeugtaugliche Steuerung der Küche entwickelt werden, das Touchpanel programmiert werden und die ganzen Küchengeräte angeschlossen werden. In Zukunft könnte bei Boeing oder Airbus ein Nachfolger dieser Studie eingebaut werden.

 

Für die Firma Gerhard Debus in Weidelbach galt es ein ganz anderes Problem zu lösen: Eine 500t Presse musste auf den neuesten sicherheitstechnischen Stand gebracht werden. Eine Presse ist sehr gefährlich, die Sicherheit muss zu jeder Zeit gewährleistet werden. So galt es eine neue Steuerung aufzubauen und die jederzeitige Sicherheit für den Bediener zu gewährleisten. Die Studierenden haben einen universellen Schaltschrank entwickelt, der jetzt an Pressen ganz unter-schiedlicher Hersteller angebaut werden kann. In dieser Idee liegt das Potential sich selbstständig zu machen.

 

Zwei weitere Projektgruppen haben für die Firma Küster eine mobile Prüfanlage entwickelt, eine andere Gruppe mit einem Hersteller von Lebensmittel- aufschnittmaschinen einen Prüfstand für Steuerungen entwickelt und gebaut. Allein diese Gruppe hat Geräte im Wert von 30.000,- € eingebaut und der Firma 60.000,-€ Kosten eingespart.

 

Manfred Schäfer, Abteilungsleiter der Technikerschule, konnte seinen Stolz auf die überzeugenden Leistungen der Studierenden nicht verbergen. „Unsere Techniker-ausbildung in Dillenburg ist ein wichtiger Beitrag für die Menschen und die Betriebe der Region“.

 

 

Bilder zu den Projekten (zum vergrößern klicken):

 

 

Fa. Rittal

Isabellen-

hütte

Fa. Sell

Fa. G.Debus

Fa. Küster 

Rittal klein.JPG Isabellenklein.JPG Sell.JPG

Debus.JPG

Kuester.JPG

 

 

Infos zur Technikerausbildung in Dillenburg:

 

Die Technikerausbildung findet in den Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinen-bau statt. Sie dauert in nebenberuflicher Ausbildung vier Jahre, in Vollzeitausbildung zwei Jahre. In Teilzeitausbildung wird der Unterricht Dienstag- und Donnerstagabend und Samstagvormittag angeboten.

Voraussetzung ist der Facharbeiter- oder Gesellenbrief eines Berufes der Fachrichtung. Die Technikerausbildung führt auf die mittlere Managementebene der Betriebe: In allen wesentlichen Aufgabengebietes eines Betriebes sind Techniker zu finden: Entwicklung, Konstruktion, Verkauf und Beratung, Service, Schulung. Betriebsorganisation und vieles mehr. 250 Studierende besuchen die Fachschule für Technik in Dillenburg. Organisatorisch ist die Fachschule für Technik an die Gewerblichen Schulen Herwigstr. 32 35683 Dillenburg angegliedert. Ansprechpartner ist Studiendirektor Dipl. Ing. Manfred Schäfer. Zur Zeit sind in allen Fachrichtungen noch Ausbildungsplätze frei.

 

Ein Anmeldeformular finden sie hier...

 

 

 

 

 
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